Der Europäische Ausschuss der Regionen, eine Organisation, die die Städte und Regionen der Europäischen Union in Brüssel vertritt, begrüßte das neue EU-Gesetz für bezahlbares Wohnen und betrachtete es als geschaffen, um die Kurzzeitvermietung und Zweitwohnungen in Städten unter Wohnungsdruck zu kontrollieren. Die Gesetzgebung wurde als „ein wichtiger erster Schritt" beschrieben, um den Bedenken einer wachsenden Zahl von Bürgern gerecht zu werden, die Schwierigkeiten haben, eine Wohnung zu finden.
Die Organisation, geleitet von Katta Tüttó, der ehemaligen Bürgermeisterin von Budapest, äußerte jedoch Vorbehalte gegenüber der EU-Finanzpolitik. Tüttó wies auf einen „offensichtlichen Widerspruch" zwischen dem neuen Gesetz und dem Vorschlag für den mehrjährigen Finanzrahmen 2028-2034 hin und argumentierte, dass die Europäische Kommission „die Rolle der Städte und Regionen drastisch schwächt" bei Wohnungsinvestitionen und Finanzierungsinstrumente abschafft, die von den lokalen Behörden genutzt wurden.
Der Europäische Ausschuss der Regionen hob die „Führungsrolle" der Städte bei der Ausarbeitung dieser Gesetzgebung hervor und betonte die Einführung von Gebieten unter Wohnungsstress als zentralen Punkt. Die Organisation unterstrich ferner die Anerkennung dessen, dass die Verbreitung von Kurzzeitvermietungen den Mangel an bezahlbarem Wohnraum für dauerhafte Bewohner verschärft.
Jaume Collboni, der Bürgermeister von Barcelona, betrachtete das Gesetz als „willkommen", da es die erste EU-Verordnung überhaupt für Wohnungswesen sei und anerkenne, dass Wohnraum ein Ort zum Leben ist, bevor er Gewinne sichert. Collboni erklärte, dass „Wohnraum die erste Quelle sozialer Ungleichheit" auf dem europäischen Kontinent ist.




