Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu kam öffentlich hervor, um zu bestreiten, dass er irgendwelche Vorwarnungen über die vom Hamas am 7. Oktober verübten Angriffe erhalten hatte. In einer offiziellen Erklärung klassifizierte Netanyahu die Anschuldigungen als „falsch" und versicherte, dass er keine Informationen hatte, die auf einen bevorstehenden Angriff der islamistischen Gruppe hindeuteten.
Die Anschuldigung folgt auf eine Nachricht, die von der israelischen Zeitung Haaretz veröffentlicht wurde und die Details eines angeblichen 45-minütigen Telefonats zwischen Netanyahu und dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate enthüllte. Der Veröffentlichung zufolge soll Mohamed bin Zayed Al Nahyan den israelischen Premierminister vor einem bevorstehenden Angriff der Hamas gewarnt und auf dessen mögliche regionale Auswirkungen hingewiesen haben.
Netanyahu reichte eine Klage gegen Haaretz ein, beschuldigte die Zeitung der Verleumdung und forderte eine Entschädigung für moralische Schäden. Der Premierminister vertritt die Ansicht, dass die Nachricht ein Versuch sei, seinen Ruf zu besudeln und ihn für die Ereignisse im Oktober verantwortlich zu machen.
Die Zeitung Haaretz hingegen behauptet weiterhin die Wahrheit der veröffentlichten Informationen und argumentiert, dass das Telefonat tatsächlich stattfand und die Quellen, die seinen Inhalt enthüllten, als zuverlässig gelten. Der Streit zwischen dem Premierminister und der Zeitung erzeugt weiterhin große Kontroverse in Israel.



