Minister Flávio Dino vom Obersten Bundesgerichtshof kippte eine Entscheidung seines Kollegen André Mendonça, der die Abberufung von Behördenleitern angeordnet hatte. Dino betrachtete die Entscheidung Mendonças als "Übergehung" der Verfahrensregeln, da sie individuell getroffen wurde, ohne dass das Plenum des Gerichts darüber urteilte.
Der Minister begründete, dass Abberufungen von Führungspositionen bei Behörden wie der Bundespolizei nicht von einem einzelnen Richter des Obersten Gerichtshofs entschieden werden können, sondern der kollektiven Bewertung durch alle elf Richter des Supreme Tribunal Federal bedürfen.
Mit Dinos Entscheidung wurde die Führung der Bundespolizei in ihre Ämter zurückversetzt, wodurch die Wirkung von Mendonças vorheriger Anordnung aufgehoben wurde.
Der Fall betrifft einen Streit über die Kontrolle und Autonomie der Bundespolizei mit Auswirkungen auf die Kommandostruktur der wichtigsten Ermittlungsbehörde des Bundes im Land.




