Der ehemalige Präsident der Abgeordnetenkammer Eduardo Cunha (Republicanos) kündigte an, dass er trotz der Ablehnung seiner Kandidatur durch das Landeswahlgericht von Minas Gerais (TRE-MG) weiterhin Wahlkampf für das Amt des Bundesabgeordneten für Minas Gerais führen werde. Die Entscheidung wurde von Cunha in einem auf Instagram veröffentlichten Video bekannt gegeben, in dem er erklärte, dass er "auf dem Stimmzettel sein" werde und die Angelegenheit dem Obersten Wahlgericht (TSE) vorgelegt werde.
Das TRE-MG lehnte Cuhnas Kandidaturregistrierung ab mit der Begründung, dass die Wahlunfähigkeit des ehemaligen Abgeordneten bis 2027 andauern müsse. Diese Wahlunfähigkeit resultiert aus dem Entzug seines Mandats als Bundesabgeordneter für Rio de Janeiro im Jahr 2016 und seiner Verurteilung wegen Amtsmissbrauchs durch das Landesgericht von Rio de Janeiro (TJ-RJ).
Das Gericht verwies auch auf Unregelmäßigkeiten bei der angeblichen Verwendung von Parlamentszuschüssen, die von Cunha getätigt wurden. Dem TRE-MG zufolge hindert die Entscheidung die Fortsetzung des Wahlkampfs nicht, der so lange weitergehen kann, bis das TSE über den Fall entscheidet.




