Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz warf am Mittwoch der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD) vor, mit ihrem Vorschlag zur "Remigration" eine "ethnische Säuberung" zu befürworten. Dies markierte seine erste öffentliche Konfrontation mit der Partei seit dem historischen Sieg bei den Wahlen vom Sonntag in Sachsen-Anhalt. Während einer Debatte im Bundestag, dem Unterhaus des Parlaments, erklärte Merz, der Begriff "Remigration" sei nichts anderes als ein Synonym für ethnische Säuberung aufgrund von Herkunft und Hautfarbe.
Der Kanzler griff auch die Annäherung der AfD an Russland an und erklärte, eine Politik der Massendeportationen würde grundlegende Sektoren der größten Volkswirtschaft Europas gefährden. Merz fügte hinzu, das Markenzeichen der Politik der rechtsextremen Partei sei die Verachtung für demokratische Institutionen und die ständige persönliche Diffamierung von Vertretern des Staates.
Die Anschuldigung wurde unter dem Applaus von Parlamentariern anderer Parteien in der Sitzung vorgebracht. Die Konfrontation findet im Kontext eines historischen Vormarschs der Rechtsextremen in Deutschland statt, die bei einer Landtagswahl einen deutlichen Vorsprung erzielten, obwohl die Regierungsoptionen begrenzt bleiben dürften.




