Der Präsident des Obersten Bundesgerichtshofs (STF), Edson Fachin, hat die für Mittwochnachmittag angesetzte Plenarsitzung abgesagt. Die Maßnahme wurde nach einem Streit zwischen den Ministern Flávio Dino und André Mendonça über die Generaldirektion der Bundespolizei getroffen. Dino hatte die Rückkehr von Andrei Rodrigues in das Amt des Generaldirektors der PF angeordnet und damit eine frühere Entscheidung von Mendonça rückgängig gemacht, der die Amtsenthebung von Rodrigues angeordnet hatte.
Die Absage der Sitzung zielt darauf ab, einen direkten Zusammenstoß zwischen den Ministern angesichts der sich verschärfenden Krise zu vermeiden, wobei sich gegnerische Lager des Gerichts in unterschiedlichen Positionen befinden. Fachins Entscheidung soll auch Zeit geben, damit er eine Lösung für die Sackgasse aushandeln kann.
Das Plenum sollte am Mittwoch die Verhandlung über eine Klage wieder aufnehmen, die die Regeln zur Sozialabgabe von Landwirten an den Unterstützungsfonds für ländliche Arbeiter (Funrural) diskutiert. Die zentrale Frage des Verfahrens ist, ob das Unternehmen, das die landwirtschaftlichen und tierischen Produkte erworben hat, für die Erhebung der Sozialabgabe der Landwirte verantwortlich ist.
Die Tagesordnung für die Verhandlung über den Funrural war ursprünglich für letzten Mittwoch geplant, wurde aber auf Empfehlung des Berichterstatters, Ministers Gilmar Mendes, verschoben. Der Funrural ist ein Sozialversicherungsbeitrag für Landarbeiter.




