Der Vorschlag zur Überarbeitung des Flächennutzungsplans von Vila Real de Santo António wird in die Phase der öffentlichen Diskussion eintreten, nach einem Verfahren, das sich über mehrere Jahre hingezogen hat. Der geltende Flächennutzungsplan wurde 1992 genehmigt und wurde entgegen der Planung nicht 2002 überarbeitet, wobei seit 2006 mehrere Überarbeitungsverfahren eingeleitet wurden, die nicht abgeschlossen werden konnten. Das aktuelle Verfahren wurde 2020 wieder aufgenommen, mit dem Ziel, das wichtigste Instrument der räumlichen Planung der Gemeinde zu aktualisieren.
Die öffentliche Diskussion wird 30 Werktage dauern und beginnt am fünften Tag nach der Veröffentlichung der Bekanntmachung im Diário da República. Während dieses Zeitraums können Bürger, Grundstückseigentümer, Unternehmen, Institutionen und weitere Interessierte den Vorschlag einsehen und Beiträge einreichen. Nach Analyse der eingegangenen Beiträge wird der endgültige Vorschlag erstellt, der zur Genehmigung an die Gemeindeversammlung und zur möglichen Ratifizierung durch den Ministerrat weitergeleitet wird.
Der neue Flächennutzungsplan stellt Wohnungswesen, wirtschaftliche Diversifizierung, Tourismus, Mobilität und städtebauliche Aufwertung als Hauptachsen der räumlichen Strategie in den Vordergrund. In der Stadt Vila Real de Santo António ist eine Fläche von etwa 11 Hektar für Wohnungsbau mit kontrollierten Kosten, Barrierefreiheit, Grünflächen sowie wirtschaftliche und sozio-kulturelle Aktivitäten vorgesehen. Es sind auch zwei Tourismusgebiete mit etwa 20 Hektar und rund fünf Hektar für neue wirtschaftliche Aktivitäten im Nordbereich der Stadt geplant.
In Vila Nova de Cacela sieht der Vorschlag zwei Gebiete für Wohnungsbau mit kontrollierten Kosten und eine Zone für wirtschaftliche Aktivitäten mit mehr als sechs Hektar vor, zusätzlich zu neuen Parklösungen an den Stränden Lota und Ribeira do Álamo sowie der Schaffung ländlicher Siedlungen im Bereich Corte António Martins. In Monte Gordo sind neue Straßenverbindungen zur Verbesserung der Barrierefreiheit und ein Gebiet für die Errichtung eines neuen Territorialpostens der GNR geplant. Der Plan umfasst auch Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung mit Grünflächen unter Verwendung einheimischer, an Wassermangel angepasster Arten.




