Der Nationale Gemeindeverband Portugals bekräftigte seine Unterstützung für die Abschaffung der Vorabkontrolle des Rechnungshofs bei kommunalen Verträgen bis zu 10 Millionen Euro. Der Verband wurde im Parlament im Rahmen der Einzelberatung des Regierungsentwurfs zur Organisation des Rechnungshofs angehört und vertrat die Ansicht, dass die Maßnahme die kommunalen Investitionen beschleunigen wird, ohne die Kontrolle zu beeinträchtigen.
Der Präsident der ANMP, Pedro Pimpão, erklärte, dass etwa 90 % der von den Gemeinden abgeschlossenen Verträge unter dem Schwellenwert von 10 Millionen Euro liegen, sodass die Änderung den Großteil der Beschaffungen abdeckt. Seinen Angaben zufolge werden Verträge über 950.000 Euro weiterhin dem Rechnungshof zur Bewertung und gegebenenfalls zur Prüfung mitgeteilt, wodurch gewährleistet wird, dass die Genauigkeit der Verfahren nicht beeinträchtigt wird.
Die ANMP ist der Ansicht, dass die Maßnahme einen Paradigmenwechsel darstellt, mit geringerer Priorität der vorherigen Kontrolle und verstärkten Mechanismen der begleitenden und nachträglichen Kontrolle. Pedro Pimpão betonte, dass dies zur Beschleunigung der Umsetzung der im Portugal 2030 vorgesehenen Investitionen beitragen könnte, nach dem Einsatz der Kommunen bei der Umsetzung des Aufbau- und Resilienzplans.
Der Präsident des Verbandes sprach sich ferner für eine Stärkung der technischen und finanziellen Kapazität der kleineren Gemeinden aus und sah in der Überarbeitung des Gemeindefinanzgesetzes eine Gelegenheit zur Verbesserung der Bedingungen für die kleinsten Gemeinden. Pimpão plädierte auch für eine Struktur, die der Überwachung kommunaler Verfahren gewidmet ist, und vertrat die Ansicht, dass die neue Gesetzgebung vom Grundsatz des guten Glaubens der öffentlichen Entscheidungsträger ausgehen sollte, ohne die Verantwortlichkeit bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit oder schädlicher Verwaltung auszuschließen.




