Das Hospital da Luz Vila Real führte diesen Monat den ersten Eingriff in Portugal mit dem neuen Venenstent Fortegra zur Behandlung der Beckenvenenerkrankung durch. Dieser bahnbrechende Eingriff stellt eine neue therapeutische Option für Patienten mit symptomatischen Venenverschlüssen dar, einschließlich Situationen im Zusammenhang mit Beckenvenenerkrankung und postthrombotischen Folgen. Die Beckenvenenerkrankung ist ein Gefäßleiden, das durch die Erweiterung und Fehlfunktion der Venen im Beckenbereich verursacht wird, was zur Blutansammlung und Erhöhung des venösen Drucks führt.
Der von den Gefäßchirurgen Mário Marques Vieira und João Rocha Neves durchgeführte Eingriff ist minimalinvasiv und wird endovaskulär vorgenommen. Durch eine über einen venösen Zugang eingeführte Schleuse positioniert der Arzt den Stent in der Verschlusszone, wo er sich ausdehnt und als Struktur fungiert, die die Vene in ihrer natürlichen Form offen hält und so den Blutfluss verbessert.
Der Stent Fortegra (Gore) besteht aus einer selbstexpandierenden Nitinolstruktur und einem ePTFE-Polymernetz, ohne Metallspitzen, das entwickelt wurde, um Flexibilität, Druckfestigkeit und Anpassung an die Bewegung der Venen zu kombinieren. In Europa ist diese Technologie für die Behandlung symptomatischer Verschlüsse des venösen Rückflusses der unteren Hohlvene und der iliofemoralen Venen indiziert, die Symptome mit erheblichen Auswirkungen auf die Lebensqualität verursachen können.
Die Wiederherstellung des venösen Rückflusses kann zur Verbesserung von Symptomen wie Schmerzen, Ödemen oder Beinschwellungen und Hautveränderungen beitragen und kann auch die Heilung von venösen Geschwüren begünstigen. Mário Marques Vieira erklärte, dass dieses innovative Verfahren eine weitere Waffe in der spezialisierten Behandlung von Venenerkrankungen darstellt und die verfügbaren Optionen für ausgewählte Patienten mit symptomatischen Venenverschlüssen erweitert.




