Die Universität Trás-os-Montes und Alto Douro (UTAD) entwickelt über das Zentrum für Forschung in Umwelt- und Lebenswissenschaften und -technologien (CITAB) natürliche Bio-stimulanzien für eine nachhaltigere Kirschproduktion. Das Projekt mit der Bezeichnung BIOsCherry – Innovation und Nachhaltigkeit in der Kirschproduktion mit natürlichen Bio-stimulanzien wird von der Forscherin Berta Gonçalves koordiniert und von der Stiftung „la Caixa" mit einem Gesamtbetrag von 307.437,49 Euro finanziert, davon 149.616,49 Euro für das CITAB/UTAD.
Das im Januar 2024 begonnene Projekt hat eine Laufzeit von 36 Monaten und zielt darauf ab, endogene Ressourcen zu valorisieren, um natürliche Produkte zu entwickeln, die den Kirschbäumen helfen, auf widrige Umweltbedingungen zu reagieren. Die neuen Bio-stimulanzien sollen die Toleranz der Bäume gegenüber verschiedenen Stresssituationen erhöhen und zur Verbesserung der Produktivität und Fruchtqualität beitragen.
Die Arbeit umfasst sowohl die Entwicklung neuer Bio-stimulanzien durch skalierbare und umweltverträgliche Produktionsverfahren als auch die Bewertung der Qualität und Bioaktivität der Kirschen. Die vielversprechendsten Produkte werden anschließend in Kirschplantagen in Trás-os-Montes und Fundão getestet, wo die Auswirkungen auf die Baumphysiologie, die Anpassung an Umweltbedingungen, die Produktivität und die Produktqualität bewertet werden.
Obwohl das Projekt auf den Kirschbaumanbau ausgerichtet ist, könnten die entwickelten Lösungen in Zukunft auch bei anderen Obstbäumen wie Apfelbäumen, Birnbäumen und Pfirsichbäumen Anwendung finden. Das BIOsCherry-Projekt zielt darauf ab, Innovation, Kreislaufwirtschaft und die Valorisierung endogener Ressourcen zu verbinden und zur nachhaltigen Entwicklung der Anbauregionen sowie zum Wissenstransfer in die Landwirtschaft beizutragen.




