Der Kandidat der PL-Partei zur Präsidentschaft, Jair Bolsonaro, hielt diese Woche eine Kundgebung in Juiz de Fora ab, am Kreuzungspunkt der Rua Halfeld und Rua Batista de Oliveira – genau dort, wo sein Vater während des Präsidentschaftswahlkampfs 2018 erstochen wurde. Die Wahl des Ortes wurde als symbolisch angesehen und markierte einen politisch bedeutsamen Moment für die Bolsonaro-Familie.
Die Veranstaltung fand einen Tag nach der Veröffentlichung einer Quaest-Umfrage statt, die zum ersten Mal zeigte, dass Flavío numerisch vor Präsident Luiz Inácio Lula da Silva (PT) in einer Stichwahl-Simulation im Bundesstaat Minas Gerais lag. In der Umfrage liegt der PL-Kandidat bei 40% der Wahlabsichten, während Lula 37% hat.
Trotz der numerischen Führung sind die beiden Kandidaten technisch gesehen gleichauf, da der Fehlerbereich der Erhebung drei Prozentpunkte beträgt. Das Stichwahl-Szenario steht im Gegensatz zur Ersten Runde, in der Flavío im Vergleich zur vorherigen Umfragerunde an Boden verloren hat.
In der Simulation der ersten Runde liegt Flavío bei 27% der Wahlabsichten, während Lula mit 31% führt. Augusto Cury (Avante) hat 8% und Romeu Zema (Novo) liegt bei 6%. Die Quaest-Umfrage wurde in einem strategischen Moment des Präsidentschaftswahlkampfs durchgeführt, wobei die Veranstaltung in Juiz de Fora die politische Erzählung der Bolsonaro-Kampagne verstärkte.




