Die Justizministerin erkannte öffentlich die Schwierigkeiten an, mit denen das portugiesische Strafvollzugssystem konfrontiert ist, die sich aufgrund des signifikanten Anstiegs der Häftlingszahl in den Gefängnissen des Landes zunehmend verschärft haben.
Gemäß den vorgelegten Daten wurden zwischen dem 1. Januar und dem 7. September 55 Todesfälle in den portugiesischen Gefängnissen verzeichnet. Von diesen Todesfällen wurde einer durch Mord verursacht, 12 resultierten aus Selbstmord und 42 wurden Krankheiten zugeschrieben.
Das Justizministerium gab nicht an, welche Krankheiten die Mehrheit der Todesfälle verursacht haben, noch machte es weitere Angaben zu den Umständen, unter denen die Todesfälle eintraten.
Die Anerkennung der Schwierigkeiten durch die Ministerin erfolgt in einem Moment, in dem die Auslastungsraten der portugiesischen Gefängnisse deren Kapazität überschreiten, was Bedenken hinsichtlich der Lebens- und Gesundheitsbedingungen der Gefangenen aufwirft.




