Die Euribor-Zinssätze auf Sechs- und Zwölfmonatsfrist stiegen am Mittwoch auf neue Höchststände seit November bzw. August 2024 und lagen bei 2,800% bzw. 3,138%. In entgegengesetzter Richtung fiel der Dreimonats-Euribor auf 2,626%. Diese Zinssätze werden auf Basis des Durchschnitts der Zinssätze berechnet, zu denen 21 Banken der Eurozone einander im Interbankenmarkt Geld leihen. Der Sechsmonatszins ist seit Januar 2024 der am häufigsten in Portugal bei Wohnungsbaudarlehen mit variablem Zinssatz verwendete und macht 39,87% des Bestands an Darlehen für den ständigen Wohnsitz aus, laut Daten der Banco de Portugal für Juli.
Der Rat der Europäischen Zentralbank tagt am Mittwoch und Donnerstag in Berlin, Deutschland, um über die Geldpolitik der Eurozone zu entscheiden. Analysten schätzen, dass die EZB am Donnerstag eine neue Anhebung der Leitzinsen um 25 Basispunkte auf die Obergrenze der neutralen Zone bekannt geben sollte. Dieses Treffen findet statt, nachdem die EZB im Juli die Zinssätze einstimmig beibehalten hatte, nachdem sie im Juni erstmals seitdem die drei Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte angehoben hatte.
Die Anhebung im Juni zielte darauf ab, dem durch den Nahostkonflikt verursachten Anstieg der globalen Preise entgegenzuwirken. Im Anschluss an diese Sitzung erklärte die EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dass die Bank im September mehr Daten für die Entscheidung über die Zinssätze haben würde und dass eine Anhebung bei der Sitzung, die am Mittwoch begann, möglich wäre.




