Die Präsidentin des Rechnungshofs, Filipa Urbano Calvão, war der Ansicht, dass der Regierungsentwurf zur Begrenzung des Vorabprüfungsverfahrens auf öffentliche Aufträge ab zehn Millionen Euro „lose und unzureichende" Anreize bietet. Diese Position wurde während einer Parlamentsanhörung geäußert.
Die vom Kabinett vorgeschlagene Änderung begrenzt das Vorabprüfungsverfahren des Rechnungshofs auf öffentliche Aufträge mit einem Wert von mindestens zehn Millionen Euro und ändert damit das bisherige System, das eine umfassendere Aufsicht erforderte.
Filipa Urbano Calvão äußerte Zweifel an der tatsächlichen Auswirkung dieser Änderung auf das Funktionieren öffentlicher Aufträge und die Finanzaufsicht. Die Präsidentin des Rechnungshofs warnte vor der Notwendigkeit robusterer Anreize, die eine effizientere und transparentere Verwaltung öffentlicher Gelder gewährleisten.
Die Parlamentsanhörung war somit geprägt von Fragen zur Angemessenheit der vom Government vorgeschlagenen Maßnahme und von Bedenken hinsichtlich der Konsequenzen dieser Reform für das Kontrollsystem öffentlicher Aufträge in Portugal.



