Der am 13. September begangene Internationale Tag zur Sensibilisierung für die Primär Biliäre Cholangitis (PBC) zielt darauf ab, die Bevölkerung und Angehörige der Gesundheitsberufe über diese chronische, seltene und häufig unterdiagnostizierte Lebererkrankung aufzuklären. Die PBC ist eine autoimmune Erkrankung, die vor allem Frauen mittleren Alters betrifft und sich durch die fortschreitende Zerstörung der kleinen Gallengänge in der Leber auszeichnet, was zu Galleansammlung, Entzündungen und Leberschäden führt.
Eine der größten Herausforderungen der PBC liegt in der unspezifischen Natur ihrer anfänglichen Symptome, zu denen anhaltende Müdigkeit, intensiver Juckreiz, Trockenheit der Augen und des Mundes sowie Veränderungen in den Blutuntersuchungen gehören. In vielen Fällen wird die Krankheit zufällig bei Routineuntersuchungen entdeckt. Ohne angemessene Diagnose und Behandlung kann die Krankheit zu Fibrose, Zirrhose und Leberversagen fortschreiten.
Die frühzeitige Diagnose ist entscheidend und basiert auf der Kombination von Blutuntersuchungen, einschließlich der Suche nach spezifischen Antikörpern, und ergänzenden Untersuchungen zur Beurteilung der Leberfunktion und -struktur. Es gibt derzeit therapeutische Optionen, die das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und die Laborparameter verbessern können, obwohl der Behandlungserfolg von einer regelmäßigen ärztlichen Betreuung abhängt.
Neben der medikamentösen Behandlung spielen das Symptommanagement und die Einführung gesunder Lebensgewohnheiten eine wichtige Rolle. Psychologische Unterstützung, angemessene körperliche Aktivität und die Aufklärung des Patienten über seinen Zustand tragen zu einer besseren Anpassung an die Diagnose und einer höheren Therapietreue bei.




