Die italienische Bank UniCredit gab heute bekannt, dass sie vom Europäischen Zentralbank die Genehmigung erhalten hat, die als „Danish Compromise" bekannte Methode bei der Berechnung der konsolidierten Kapitalquoten der Gruppe anzuwenden. Diese Genehmigung wird es ab der Berichterstattung für das dritte Quartal 2026 ermöglichen, dass Beteiligungen an Versicherungsgesellschaften mittels Risikogewichtung behandelt werden, anstatt sie vom regulatorischen Kapital abzuziehen.
Die Entscheidung dürfte die Kapitalquote höchster Qualität von UniCredit um etwa 52 Basispunkte stärken, basierend auf der Position zum Ende des zweiten Quartals dieses Jahres. Die Gruppe gab an, dass diese Methode es ihr ermöglichen wird, ihre Kapitalposition zu stärken und ihre Fähigkeit zur disziplinierten Kapitalallokation zu festigen.
Die Genehmigung erfüllt das von UniCredit eingegangene Commitment, die Genehmigung zur Anwendung der Methode bis Ende September zu erhalten. Der „Danish Compromise" ist eine aufsichtsrechtliche Regel, die unter bestimmten Bedingungen es Bankgruppen mit Beteiligungen an Versicherungsunternehmen erlaubt, diese Beteiligungen mittels einer Risikogewichtung zu behandeln, anstatt sie direkt von den regulatorischen Eigenmitteln abzuziehen.



