Änderungen bei den Flugregeln am Campo de Marte in São Paulo, von wo aus Privatflüge mit Jets und Hubschraubern starten, sind zur Quelle von Problemen für den Immobilienmarkt der Hauptstadt und der Nachbarstädte geworden. Ab dem 15. September werden die Flüge, die am Flughafen starten und landen, nach Instrumentenflugregeln durchgeführt, was die Einführung neuer Höhenbeschränkungen in der Region erforderte.
Seit April unterliegt ein Gebiet von 20 Kilometern rund um den Flughafen einer Höhenbeschränkung für den Bau neuer Gebäude. Vor dieser Änderung benötigten nur Bauwerke innerhalb eines Radius von 2,5 Kilometern eine Genehmigung vom Luftraumkontrollamt (Decea), das der Brasilianischen Luftwaffe (FAB) untersteht.
Die neue Regelung legt fest, dass jeder Bau innerhalb eines Radius von 20 Kilometern, der die Höhe von 45 Metern über dem Flughafenterminal überschreitet, eine Genehmigung des Decea benötigt. Dies stellt eine erhebliche Erweiterung des Kontrollgebiets dar, das potenziell zahlreiche Immobilienprojekte in verschiedenen Regionen der Landeshauptstadt São Paulo und in nahegelegenen Gemeinden betrifft.
Die Änderung brachte den Immobilienmarkt auf Kollisionskurs mit der Betreibergesellschaft, die den Flughafen verwaltet, und erzeugte Unsicherheiten über neue Bauvorhaben in der betroffenen Region. Grundstückseigentümer und Bauträger sehen sich nun komplexeren und zeitaufwändigeren Genehmigungsverfahren für Baumaßnahmen ausgesetzt, die die festgelegten Höhengrenzen überschreiten.




