Der Versicherungs- und Rückversicherungsmarkt Lloyds verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Anstieg der Bruttobeitragseinnahmen um 6,9% auf 34,7 Milliarden Pfund (etwa 40,4 Milliarden Euro). Diese Entwicklung wurde durch ein starkes Wachstum von 15,8% im Geschäftsvolumen neuer und bestehender Syndikate getrieben, was den Kontext niedrigerer Preise kompensierte.
Der Markt erzielte zudem ein Versicherungsergenis von 1,9 Milliarden Pfund und eine Combined Ratio von 90,8%, unter den 92,5% des ersten Halbjahres 2025. Diese Verbesserung spiegelte eine geringere Häufigkeit von Naturkatastrophen wider, wobei die Großschadenquote auf 6,8% sank, nach 10,4% im Vorjahreszeitraum. Gegenläufig stieg die zugrundeliegende Combined Ratio auf 84% und die Kostenquote leicht auf 36,4%.
Trotz der operativen Resilienz sank der Gewinn vor Steuern von Lloyds auf 3,5 Milliarden Pfund, unter den 4,2 Milliarden Pfund des ersten Halbjahres 2025. Die Abschwächung wurde durch die geringere Performance der Bilanzaktiva beeinflusst, wobei die Kapitalerträge auf 1,8 Milliarden Pfund (1,6%) fielen, gegenüber 3,1% im Vorjahr, beeinträchtigt durch die Ausweitung der Zinssätze und geopolitische Spannungen.
Zum 30. Juni 2026 verfügte Lloyds über ein Gesamtkapital aus Eigenmitteln, Rücklagen und nachrangigen Darlehen von 48,4 Milliarden Pfund, gegenüber 49,8 Milliarden Pfund Ende 2025. Die Solvabilitätsquote blieb stabil bei 199%. In einer Erklärung betonte Patrick Tiernan, Chief Executive von Lloyds, dass die Zeichnungsdisziplin und Innovation weiterhin die Schlüssel zur Aufrechterhaltung der Rentabilität und der Ergebnisqualität seien.




