Die Rodovia dos Lagos (RJ-124), bekannt als Via Lagos, weist laut einer Diagnose der Betreibergesellschaft CCR, die die Straße verwaltet, das Risiko eines „plötzlichen Einsturzes der Fahrbahn" auf. Das Unternehmen sandte im Juli einen Brief an das Straßen- und Autobahndepartement (DER-RJ), um auf die Situation aufmerksam zu machen. Die Betreibergesellschaft gibt an, keine Genehmigung für die als dringend erachteten Eingriffe in das Entwässerungssystem der Straße zu haben.
Der Streit über die Bauarbeiten besteht, weil das Rechnungshofgericht des Staates (TCE-RJ) vor vier Jahren die Zusatzklauseln für die Verlängerung der Konzession bis 2047 für illegal erklärt hat. Laut dem Kabinett des Richters Rodrigo do Nascimento, Berichterstatter des Verfahrens, hätten diese Klauseln „Auswirkungen auf den Wert der Mautgebühr" gehabt, wobei die Rechtmäßigkeit der Vertragsverlängerung in Frage gestellt werde.
Die Via Lagos ist eine der Straßen mit den teuersten Mautgebühren des Landes und verbindet die Metropolregion und die Seenregion von Rio de Janeiro. Die Schnellstraße hat eine Länge von 57 Kilometern und verläuft von Rio Bonito bis São Pedro da Aldeia. Die Betreibergesellschaft CCR identifizierte sieben Stellen auf der Strecke, an denen sofortige Eingriffe erforderlich wären, um einen Einsturz zu verhindern.




