Die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat die Wahlen im Bundesland Sachsen-Anhalt in Deutschland gewonnen. Die Partei erhielt mehr als 40 % der Stimmen, praktisch doppelt so viele wie der zweite Platz, die konservative Partei des amtierenden Bundeskanzlers Friedrich Merz. Die Führer der Alternative für Deutschland erklärten, dass das Wahlergebnis vom Sonntag ein Mandat zur Regierungsübernahme im Bundesland gegeben habe.
Sachsen-Anhalt ist ein Bundesland mit etwas mehr als zwei Millionen Einwohnern und gilt als das wirtschaftsschwächste Land des Landes. Da die Partei keine absolute Mehrheit erreichte, müsste die Alternative für Deutschland eine Koalition mit kleineren Parteien bilden, um das Bundesland tatsächlich regieren zu können.
Sollte die Koalition zustande kommen, wäre dies die erste rechtsextreme Landesregierung in Deutschland seit dem NS-Regime. Der Landesvorsitzende der Partei, der die regionale Regierung übernehmen würde, hat bereits erklärt, dass er Ausländer, die aus humanitären Gründen im Land gehalten werden, „ab der ersten Minute" seiner Amtszeit abschieben wolle.
Eine der wichtigsten Forderungen der Alternative für Deutschland ist die Einschränkung der Einwanderung. Das Programm der Partei sieht auch Änderungen in der Bildung und in den Medien vor.




