Eine Vereinigung zum Schutz des kulturellen Erbes hat einen Antrag auf einstweilige Verfügung beim Verwaltungs- und Finanzgericht (TAF) von Braga eingereicht, um die Bauarbeiten am neuen Markt von Viana do Castelo zu stoppen. Ziel ist die Sicherung der an diesem Standort entdeckten archäologischen Funde, insbesondere eines Benediktinerklosters aus dem 16. Jahrhunderts, das im Untergrund des ehemaligen Coutinho-Gebäudes existiert. Die Vereinigung Vian'Acorda ist für diese gerichtliche Action verantwortlich.
Das TAF von Braga hat den Antrag auf einstweilige Verfügung "am selben Tag" zugelassen, wie aus einem Beschluss vom 1. September hervorgeht, der der Nachrichtenagentur LusA vorliegt. Diese Entscheidung stellt einen ersten Schritt in dem Gerichtsverfahren dar, das zur Einstellung der Bauarbeiten führen könnte.
Die Gemeindeverwaltung von Viana do Castelo hat ihre Absicht bekundet, die Bauarbeiten fortzusetzen, und mit Schadenersatzansprüchen wegen möglicher Verzögerungen durch das Gerichtsverfahren gedroht. Die Stadtverwaltung vertritt die Ansicht, dass das Projekt trotz der archäologischen Funde fortgesetzt werden sollte.
Der Konflikt stellt somit die Vereinigung zum Schutz des kulturellen Erbes, die die historischen Überreste schützen möchte, der Gemeindeverwaltung gegenüber, die die Errichtung des neuen Marktes fortsetzen möchte und keine Verzögerungen akzeptiert.




