Minister Gilmar Mendes vom Obersten Bundesgericht (STF) hat am Samstag (5.) einen Vorschlag vorgelegt, um zu verhindern, dass Polizisten als Berater in den Kanzleien der Richter des Gerichts tätig werden. Der Vorschlag erfolgte angesichts einer Krise zwischen den Ministern Alexandre de Moraes und André Mendonça.
Der Vorschlag wird von den anderen Richtern des STF geprüft. Der Konflikt zwischen den beiden Richtern betrifft die Tätigkeit eines Bundespolizisten als Berater von André Mendonça, der ebenfalls von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva nominiert wurde.
Gilmar Mendes vertritt die Ansicht, dass die Anwesenheit von Polizisten in den Kanzleien Interessenkonflikte erzeugen und die Unabhängigkeit des Gerichts beeinträchtigen kann. Die Maßnahme zielt darauf ab, klarere Regeln für die Zusammensetzung der Arbeitsgruppen der Richter festzulegen.
Die Prüfung des Vorschlags erfolgt in einem Moment der Spannung am Gericht, wobei die Richter über die Kriterien für die Auswahl von Beratern in ihren jeweiligen Kanzleien entscheiden müssen.




