Das Ende der Kurzstrecken-Inlandsflüge in Spanien wird durch die Untätigkeit der Regierung blockiert, obwohl es eine geschätzte Reduzierung von 300.000 Tonnen CO₂ bedeuten würde, was etwa 65.000 Autos mit Verbrennungsmotor entspricht, die ein ganzes Jahr lang nicht auf den Straßen fahren würden. Dieser Widerspruch zwischen den erklärten Umweltzielen und dem fehlenden konkreten Handeln prägt die Debatte über Mobilität im Land.
Der spanische Luftverkehr erreichte historische Höchststände, angetrieben hauptsächlich durch den Sommertourismus. Die Enaire, der staatliche Flugsicherungsanbieter, verzeichnete einen absoluten Rekord von 257.909 Operationen in einem einzigen Monat, was einem Flugzeug alle 12 Sekunden entspricht. Dieses massive Volumen spiegelt einen strukturellen Trend an den spanischen Touristenflughäfen wider.
Im Jahr 2025 verzeichnete der Flughafen von Málaga eine Operation alle drei Minuten rund um die Uhr. Valencia erlebte einen Start oder eine Landung alle sechs Minuten, während in den Ballungsräumen von Madrid und Barcelona der Lärm von Flugzeugen die Bevölkerung jede Minute oder anderthalb Minuten überfliegt, was den ständigen Druck auf die lokalen Gemeinden verdeutlicht.




