Der Patriarch von Lissabon, D. Rui Valério, leitete am Sonntag die Abschlussmesse des 52. Nationalen Treffens der Bruderschaftlichen Begegnungen im Heiligtum von Fátima und rief zu einer missionarischen Haltung und zum Dienst an der Einheit in der Kirche und in der Gesellschaft auf. Die Feier versammelte Tausende im Gelände der Cova da Iria.
In seiner Predigt warnte D. Rui Valério, dass die christliche Einheit nicht nur aus Sympathie oder Freundschaft entsteht, sondern aus Christus, und dass der christliche Dienst weder Aktivismus noch Protagonismus ist. Der Patriarch vertrat, dass der Christ nicht verschlossen in seiner individuellen Erlösung leben kann und wer Christus gefunden hat, eine Verantwortung für die Brüder und Schwestern erhält.
Das Treffen, das seit Samstag mit Teilnehmern aus verschiedenen Diözesen stattfand, hatte das Motto „Vereint zum Dienen". D. Rui Valério reflektierte über die Bedeutung des Kampfes gegen die Gleichgültigkeit und bat um eine Brüderlichkeit, die den Mut zur Wahrheit hat, die gesagt wird, um die Beziehung zu retten und niemals den anderen zu zerstören. Der Patriarch erinnerte daran, dass der Missionar jemand ist, der sich nähert und dass die Evangelisierung die Fähigkeit zuzuhören und die Treue dessen, der bleibt, erfordert.
Die Bruderschaftlichen Begegnungen sind eine 1968 in Castelo Branco von Pater Valente de Matos gegründete Jugendpastoralbewegung, die sich auf die erste Verkündigung durch einen dreitägigen Internatsrückzug konzentriert. D. Rui Valério wünschte, dass aus dem Treffen lebendigere Gemeinden und missionarischere Jünger hervorgehen, und betonte, dass die Welt vereinte Christen braucht, die dienen.




