Tausende Menschen in Portugal und weltweit vertrauen auf ihre Smartwatches, um die beim Training verbrannten Kalorien zu messen. Nach dem Training schauen sie auf ihr Handgelenk und sehen eine Zahl, zum Beispiel 500 Kalorien, und fühlen, dass die Mission erfüllt ist. Die Genauigkeit dieser Daten kann jedoch in Frage gestellt werden.
Studien und Experten aus den Bereichen Gesundheit und Technologie haben warnt, dass die von Smartwatches zur Berechnung des Kalorienverbrauchs verwendeten Algorithmen häufig auf generischen Schätzungen basieren und nicht auf tatsächlichen individuellen Messungen. Die Geräte verwenden Sensoren wie Beschleunigungsmesser und Herzfrequenzmonitore, aber diese Daten spiegeln nicht immer genau die tatsächliche Anstrengung jeder Person wider.
Das Problem ist, dass jeder Organismus unterschiedlich ist, und Faktoren wie Alter, Gewicht, Körperzusammensetzung, Fitnessniveau und sogar Genetik den Kalorienverbrauch erheblich beeinflussen. Eine Smartwatch kann all diese Variablen nicht präzise messen, was zu einer erheblichen Über- oder Unterschätzung der verbrannten Kalorien führen kann.
Dieses Phänomen kann praktische Konsequenzen haben: Wer diese Daten zur Ernährungssteuerung oder Gewichtskontrolle nutzt, könnte falsche Berechnungen anstellen. Die Empfehlung der Experten ist, den angezeigten Zahlen der Geräte nicht blind zu vertrauen und diese Messwerte als ungefähre Schätzungen zu betrachten, nicht als exakte Werte.



