Portugals Umweltministerin Maria da Graça Carvalho kündigte an, dass ein Unterseestromkabel zwischen Portugal und Marokko nur dann realisiert wird, wenn es eine privaten Finanzierung oder Unterstützung durch die Europäische Union gibt. Diese Position wurde nach einem Treffen mit der marokkanischen Energieministerin definiert, das in Castro Verde im Distrikt Beja stattfand.
Das Projekt befindet sich noch in einer frühen Diskussionsphase und wird von der Ministerin als „noch ein Gespräch" mit ihrer marokkanischen Amtskollegin beschrieben. Allerdings erkennt Maria da Graça Carvalho die Notwendigkeit an, dass Portugal über eine energetische Alternative verfügt, nach dem im April des vergangenen Jahres verzeichneten Stromausfall, der das Land dazu zwang, das Stromnetz allein wieder hochzufahren, ohne Unterstützung aus Spanien.
Berechnungen aus früheren Jahren schätzten eine Investition von etwa einer Milliarde Euro für den Bau dieses Kabels, das als eine Art „Unterwasser-Stromautobahn" betrachtet wird. Als Hauptvorteil wird die Möglichkeit des Neustarts bei einem flächendeckenden Ausfall genannt.
Das Projekt hat zunehmend Bedenken in Spanien geweckt, das in diese mögliche direkte energetische Verbindung zwischen Portugal und Marokko nicht einbezogen wird.




