Die Madeira, die häufig als eine der besten Inseln der Welt gilt, steht vor schwerwiegenden Problemen bei ihren Kläranlagen (ETAR), die größtenteils nur mit einer primären Behandlung betrieben werden, ohne die für eine effektive Entfernung der Schadstofffracht notwendigen sekundären und tertiären Stufen. Diese Situation wird durch die Unterdimensionierung der Infrastrukturen angesichts des Bevölkerungswachstums, des Massentourismus und der Ausbreitung von Immobilienprojekten und Ferienwohnungen verschärft, was zu hydraulischen Überlastungen und zur Einleitung unzureichend behandelter Abwässer in das marine Milieu führt. Die Zukunft verspricht eine Verschlechterung, da die städtische Verdichtung und der Mangel an Bauflächen die Erweiterung der Kläranlagen zur Aufnahme fortgeschrittener Behandlungssysteme verhindern und die Bevölkerung zunehmend intensiveren Geruchsemissionen aussetzen.
Madeira Opina05.09.26, 02:46