Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat am Freitag eine Resolution verabschiedet, die vom Togo eingebracht und von der Afrikanischen Union unterstützt wurde, um die Verwendung der Mercator-Kartenprojektion aufzugeben. Die Entscheidung zielt darauf ab, das traditionelle System der Weltkartographie durch ein System zu ersetzen, das die tatsächliche Größe der Kontinente und Regionen genauer darstellt.
Die Mercator-Projektion, die im 16. Jahrhundert vom flämischen Kartographen Gerardus Mercator entwickelt wurde, wird seit Jahrzehnten dafür kritisiert, die Proportionen der Territorien zu verzerren. Kontinente wie Afrika und Regionen wie Lateinamerika erscheinen kleiner, als sie tatsächlich sind, im Vergleich zu Territorien wie Europa und Nordamerika.
Die von der UNO verabschiedete Resolution stellt einen Versuch dar, eine gerechtere und präzisere geographische Darstellung zu fördern. Die Afrikanische Union war eine der Hauptantriebskräfte dieser Veränderung und argumentierte, dass die traditionelle Kartographie eine verzerrte Sicht der Weltgeographie aufrechterhält, die bestimmte Regionen zum Nachteil anderer begünstigt.
Diese Entscheidung der UNO markiert einen bedeutenden Schritt bei der Modernisierung der internationalen kartographischen Standards, obwohl die praktische Umsetzung der neuen Projektion Zeit brauchen kann, um sich in Bildungssystemen und Navigationssystemen auf der ganzen Welt zu festigen.




