Die Technologiegiganten Microsoft, Alphabet, Amazon, Meta und Oracle haben zwischen 2025 und 2026 die Emission von Anleihen mit Investment-Grade-Rating erheblich gesteigert, um den Ausbau von Rechenzentren, die Chipproduktion und sonstige Infrastrukturen für künstliche Intelligenz zu finanzieren. Die Mittelaufnahmen übertrafen 190 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 und erzeugten Besorgnis bei Investoren und Ratingagenturen hinsichtlich der Cashflow-Generierungsfähigkeit dieser Unternehmen.
Laut einer Erhebung von Goldman Sachs beliefen sich die Emissionen dieser Gruppen auf insgesamt 108 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025, was etwa 26 % der Kapitalausgaben des Sektors in jenem Jahr entsprach. Prognosen von Morgan Stanley deuten darauf hin, dass das kumulierte Volumen bis Ende 2026 nahezu 400 Milliarden US-Dollar erreichen könnte.
Die Finanzierungsstrategie verändert das finanzielle Profil dieser Unternehmen, die historisch gesehen auf eigene Mittel für ihre Investitionen angewiesen waren. Dieser Paradigmenwechsel hat am Markt Aufmerksamkeit hinsichtlich der Verschuldungsrisiken geweckt.
Oracle dient als konkretes Beispiel für diese neue Dynamik. Am 9. Juli 2026 stufte S&P Global Ratings die Bonitätsbewertung auf BBB- herab, die letzte Stufe, die noch als Investment-Grade gilt, und spiegelte damit die Auswirkungen des deutlichen Anstiegs der Verschuldung der Unternehmen des Sektors wider.




