Die Verteidigungen der Angeklagten Horta e Costa und Armando Vara, im Verfahren Vale do Lobo im Zusammenhang mit der Operation Marquês, haben am Montag die Strategie der Staatsanwaltschaft angegriffen. Die Anwälte kritisierten, was sie als „Thesen-Karussell" der Staatsanwälte bezeichneten, bezüglich der Verjährungsfristen, die auf den Fall angewendet wurden.
Die Verteidiger kritisierten, wie die Staatsanwaltschaft wiederholt die Argumente darüber geändert hat, wann die Verjährungsfristen für Straftaten beginnen, was sie als nachteilig für ihre Mandanten betrachten. Diese Frage der Verjährungsfristen ist ein zentraler Punkt in der Verteidigungsstrategie.
Armando Vara ging in seinen Ausführungen noch weiter und deutete öffentlich auf die Möglichkeit hin, dass seitens der Staatsanwälte ein Verbrechen der Rechtsbeugung vorliegen könnte. Diese Anschuldigung gegen die Staatsanwaltschaft stellt eine erhebliche Eskalation im Streit zwischen den Verteidigungen und der Anklage dar.
Das Verfahren Vale do Lobo fügt sich in den breiteren Kontext der Operation Marquês ein, einer Untersuchung, die den ehemaligen Premierminister José Sócrates sowie verschiedene Persönlichkeiten aus der portugiesischen Wirtschafts- und Politwelt betraf.




