Der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran begann am 28. Februar 2026 und hat sich zu einem der größten geopolitischen und energetischen Schocks der letzten Jahrzehnte entwickelt. Sechs Monate nach Beginn des Konflikts erwies sich die Auswirkung auf die Weltwirtschaft als erheblich, aber geringer als das, was die Märkte zunächst befürchteten, dank der Anpassungsfähigkeit des Energiemarktes, der Nutzung von Reserven und der Erhöhung der Produktion außerhalb des Golfs. Der IWF schätzt ein weltweites Wachstum von 3,0% im Jahr 2026 und 3,4% im Jahr 2027, obwohl mit einer ungleichmäßigen Erholung zwischen den Ländern.
Öl blieb die entscheidende Variable des Konflikts. Ende August und Anfang September überschritt Brent 90 Dollar pro Barrel und näherte sich 95 Dollar nach neuen Gegenschlägen. In der Eurozone beschleunigte sich die Inflation von 2,9% im Juli auf 3,3% im August, wobei Energie eine entscheidende Rolle spielte. Die Preise für Erdgas und raffinierte Produkte, insbesondere europäisches Diesel und Flugzeugtreibstoff, stiegen ebenfalls erheblich.
Der Konflikt schuf ein schwieriges Dilemma für die Zentralbanken: Der Krieg verringert das Wachstum, erhöht aber gleichzeitig die Inflation. In den Vereinigten Staaten stiegen die Erwartungen an eine restriktivere Geldpolitik, wobei die Rendite der 10-jährigen Anleihen sich 4,8% näherte. In Europa verstärkte die Inflationsbeschleunigung die Erwartungen, dass die EZB die Zinsen erneut anheben könnte. Staatsanleihen funktionierten nicht als defensives Gut, da das vorherrschende Risiko von Wachstum auf Inflation überging.
Die Finanzmärkte reagierten in verschiedenen Phasen, mit einer anfänglichen Risk-off-Bewegung gefolgt von Anpassung. Aktien erwiesen sich als überraschend widerstandsfähig, wobei die Performance von Technologieunternehmen und Investitionen in künstliche Intelligenz einen Teil des Drucks durch Energiekosten kompensierten. Die beiden Hauptszenarien für Invest




