Der Bürgermeister der Stadtverwaltung von Figueira da Foz, Pedro Santana Lopes, hat die Handlung der öffentlichen Stellen im Genehmigungsverfahren für das Tourismusprojekt am Lagoa da Vela, das sich seit fast 30 Jahren hinzieht, als inakzeptabel bezeichnet. Der Bürgermeister kritisierte die im Rahmen des Verfahrenstermins gestellten Anforderungen, insbesondere von der Regionalen Koordinierungs- und Entwicklungsagentur des Zentrums und der Portugiesischen Umweltagentur, und beanstandete, dass früher durchgeführte Studien nicht berücksichtigt werden.
Im Jahr 1998 erwarb die Gemeinde vom Staat ein 100 Hektar großes Grundstück in der Gemeinde Bom Sucesso, um ein Tourismusprojekt mit einem Golfplatz zu entwickeln. Santana Lopes verglich die aktuelle Situation mit der Blockade des Projekts im Jahr 1999, als José Sócrates, damals Umweltminister, das geplante Eingreifen ablehnte. Das Verfahren lag auf Eis, bis im Februar 2025 ein Vertrag zwischen der Gemeinde und der Lagoa da Vela – Empreendimentos Imobiliários e Turístico Desportivos, S.A. zur Ausarbeitung des Detailplans unterzeichnet wurde.
Das Projekt erhielt von fünf Stellen eine positive Stellungnahme und von dreien eine negative, wobei eine der Bedenken des Tourismus von Portugal bereits ausgeräumt wurde. Es bleibt jedoch die Forderung nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung parallel zum Detailplan bestehen, obwohl bereits 2008 eine positive bedingte Umweltverträglichkeitserklärung erteilt wurde. Die Stadtverwaltung stimmte mehrheitlich für eine Fristverlängerung des Verfahrens, wobei der Bürgermeister selbst dagegen stimmte.
Santana Lopes war der Ansicht, dass die neuen Anforderungen eine Verzögerungstaktik darstellen, die geeignet sei, die Investoren zu demotivieren. Laut Stadtrat João Martins wird der neue Rahmen die Ausarbeitung des Ausführungsprojekts und den Baubeginn um mehr als ein Jahr verzögern, sodass die Bauarbeiten erst 2028 beginnen dürften. Der Detailplan sieht eine zweigeschossige Villenzone, touristische Anlagen und einen Golfplatz vor, mit dem Ziel, die Gebietsnutzung mit der Erhaltung der natürlichen und landschaftlichen Werte des Lagoa da Vela in Einklang zu bringen.




