Die Krise am Obersten Bundesgerichtshof (STF) wird von Analysten als beispiellos und in der Institution verwurzelt beschrieben. Das neue Kapitel des Konflikts beinhaltet die Richter Alexandre de Moraes und André Mendonça und vertieft einen bereits schwelenden Streit.
Die von der Publikation befragten Politikwissenschaftler weisen darauf hin, dass das Gericht aus Sicht der Gesellschaft zu implodieren scheint und das Image der höchsten Instanz des Landes beeinträchtigt. Die Situation wird als ernst und anders als frühere Krisen bewertet.
Der Satz „Es gibt niemanden, der in dieser Geschichte Recht hat" fasst das Gefühl zusammen, dass es im Konflikt keine Unschuldigen gibt, weder unter den Richtern noch unter den übrigen Akteuren, die in die Krise verwickelt sind.
Die Episode stellt einen heiklen Moment für den STF dar, der historisch versuchte, ein Bild der Einheit und Institutionenwürde aufrechtzuerhalten, nun aber mit einer sichtbaren internen Spaltung konfrontiert ist.




