Der Präsident der Anwaltskammer, João Massano, warnte während einer Konferenz in Lissabon vor besorgniserregenden Anzeichen einer Regression der Frauenrechte. Die Veranstaltung, die von der Menschenrechtskommission der Anwaltskammer organisiert wurde, behandelte das Thema „Gleichstellung der Geschlechter und die Istanbul-Konvention" und umfasste eine Fernbeteiligung von Massano.
João Massano bezog sich auf den „Konservatismus, der derzeit in der Gesellschaft existiert", der die Frauenrechte habe regressieren lassen, und erwähnte als Beispiel die Manosphäre, ein Phänomen misogyner Verhaltensweisen, das über soziale Netzwerke verbreitet wird. Der Präsident betrachtete dies als ein Phänomen, das zunehmend Besorgnis erregen sollte.
Die größte Herausforderung, die João Massano identifizierte, besteht darin, den jüngeren Menschen dabei zu helfen zu verstehen, dass es Verhaltensweisen gibt, die nicht akzeptabel sind, wie zum Beispiel das Handy des Freundes oder der Freundin zu kontrollieren, oder dass jede Person die Freiheit hat, sich so zu kleiden, wie sie möchte. Massano vertrat die Ansicht, dass es notwendig ist, Mut zu haben, um diesen Phänomenen entgegenzutreten, die zahlreiche Anhänger gewonnen haben.
Der Präsident betonte, dass es nicht mehr nur darum geht, einen Fortschritt der Gleichstellung der Geschlechter zu verteidigen, sondern vielmehr darum, die Regression der errungenen Rechte zu verhindern.




