Ein illegaler Markt, der jährlich 179,2 Milliarden Real im brasilianischen Einzelhandel umsetzt, stützt sich nicht nur auf informelle Händler. Branchenverbände und Experten weisen darauf hin, dass die illegale Kette bei Unternehmen beginnt, die systematisch Steuern hinterziehen und diese Praxis zu einem Geschäftsmodell machen.
Genau diese Akteure will das Ergänzungsgesetz 225/2026 erreichen, das im Januar in Kraft trat und die Figur des wiederholten Steuerschuldners schuf. Diese Norm ist das wichtigste neue Instrument eines breiteren Maßnahmenpakets, das auch Vermögensrückgewinnung, verschärfte strafrechtliche Bestimmungen und Produktverfolgung umfasst.
Die Zahlen der Ergebnisse dieser Umsetzung werden jedoch als bescheiden eingestuft. Die Bundessteuerbehörde identifizierte 3.132 Unternehmen, die unter die neue Gesetzgebung fallen könnten, aber aus diesem Universum wurden nur 49 Unternehmen tatsächlich sanktioniert oder in die Steuerschuldenliste eingetragen, was eine erhebliche Distanz zwischen dem Handlungspotenzial und der praktischen Anwendung des Gesetzes offenbart.




