Brasilien bietet ein breites Angebot an gefälschten Produkten auf den Straßen, und der Konsum illegaler Waren durchzieht alle sozialen Schichten. Einige Verbraucher kaufen bei Straßenhändlern, während andere bis zu R$ 8.000 für gefälschte Handtaschen ausgeben. Das Phänomen widerspricht dem gesunden Menschenverstand, denn die Neigung zum Kauf illegaler Produkte ist in der Bevölkerung mit höherem Einkommen größer.
Dies ergibt sich aus der „1. nationalen Erhebung zur Nachfrage nach illegalen Gütern und Dienstleistungen in Brasilien", die von der Schule für multidimensionale Sicherheit der Universität São Paulo (ESEM-USP) in Partnerschaft mit dem Forschungsinstitut Ipsos durchgeführt wurde. Die Erhebung befragte dreitausend Personen im vergangenen Jahr.
Die Studie analysierte fünf große Märkte für illegale Produkte: Kraftstoffe, alkoholische Getränke, Elektronik, Bekleidung sowie Tabak und Nikotin. Auf den ersten vier Märkten liegt die Kaufneigung zwischen 20% (Kraftstoffe und Elektronik) und 25% bei Bekleidung. Bei E-Zigaretten ist der Anteil geringer, bei 12%.
Die angegebenen Prozentsätze spiegeln die Bereitschaft zum Erwerb illegaler Produkte wider und nicht unbedingt den tatsächlichen Konsum. Um zu diesen Zahlen zu gelangen, berücksichtigte die Studie Antworten auf Fragen zu hypothetischen Situationen, wie die Möglichkeit, diese Produkte unter verschiedenen Umständen zu kaufen.




