Armindo Monteiro, Präsident der Vereinigung der portugiesischen Unternehmen, kommentiert eine Studie der Ökonomen James Robinson und Nuno Palma mit dem Titel „Portugals Wachstum entfesseln", die die strukturellen Probleme der portugiesischen Wirtschaft identifiziert und einen pragmatischen Ansatz für deren Wachstum vorschlägt. Die Studie hebt als große Priorität „Portugal pünktlich" hervor, das heißt einen Staat, der legal das einhält, was er Bürgern und Unternehmen verspricht, und als Katalysator für einen breiteren Katalog struktureller Reformen dient.
Portugal weist besorgniserregende Wirtschaftsindikatoren auf und ist das neunt Land mit dem niedrigsten Pro-Kopf-BIP der Europäischen Union, das nur 68% des europäischen Durchschnitts entspricht. Der portugiesische Durchschnittslohn ist der zehntniedrigste in der EU und entspricht 62,3% des Durchschnitts, und ein portugiesischer Arbeitnehmer verdient durchschnittlich weniger als die Hälfte eines deutschen, österreichischen oder dänischen Arbeitnehmers. Die portugiesische Arbeitsproduktivität ist ebenfalls niedrig, wobei jeder portugiesische Arbeitnehmer 56.800 Euro jährlich produziert, gegenüber 85.300 Euro des europäischen Durchschnitts.
Die große Herausforderung für Portugal ist die der Produktivität, wobei der portugiesische Nettomedianlohn von 980 Euro mit etwa 1.800 Euro des europäischen Durchschnitts verglichen wird. Die Produktivität pro Stunde in Portugal beträgt 29 Euro, während Deutschland 63 Euro erreicht, was einen Unterschied von 272 Euro pro Arbeitstag erzeugt. Monteiro vertritt die Ansicht, dass Portugal europäische Lohnniveaus erreichen kann, aber dafür sein Wirtschaftsprofil transformieren muss, indem es das Gewicht von Sektoren




