Der Richter des Obersten Gerichtshofs (STF) Alexandre de Moraes stützte sich auf einen Bericht der Bundespolizei, um Richter André Mendonça zu beschuldigen, Ermittlungen gegen bestimmte Ziele aus persönlichen und politischen Gründen gelenkt zu haben. Das am Donnerstag veröffentlichte Dokument umfasst 50 Seiten und enthält Bilder, Grafiken sowie Auszüge aus Gesetzen.
Im Bericht wird eine angebliche Asymmetrie nach politischem Spektrum bei Mendonças Entscheidungen festgestellt. Laut Bundespolizei soll der Richter unterschiedliche Kriterien bei der Bewertung von Fällen angewandt haben, die Personen verschiedener politischer Ausrichtungen betrafen.
Die Bundespolizei betont, dass die Fälle des Kandidaten für das Gouverneuramt von Bahia, ACM Neto von der Partei União Brasil, und des Unternehmers Fábio Luiz Lula da Silva, genannt Lulinha, dem ältesten Sohn von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, Ähnlichkeiten aufgewiesen hätten, jedoch von Mendonça unterschiedlich bewertet worden seien.
Die Schlussfolgerungen des Berichts wurden von Moraes in einer Entscheidung zitiert, mit der er Mendonça in das Ermittlungsverfahren zu Fake News einbezog, das mutmaßliche Falschmeldungen über Mitglieder des STF und den Gerichtshof selbst untersucht.




