Die Privatisierung der Sabesp ist zu einem der Hauptangriffspunkte von Fernando Haddad (PT) gegen den Gouverneur Tarcísio de Freitas (Republicanos) im Wahlkampf in São Paulo geworden und veranlasste den Kandidaten zur Wiederwahl, eine gerichtliche Offensive gegen den Rivalen einzuleiten.
Zwischen dem 28. und 31. August reichten Tarcísio und seine Koalition „Coragem para Seguir Avançando" beim Regionalen Wahlgericht (TRE-SP) 12 Verfahren ein, in denen sie Recht auf Antwort und die Verurteilung des Kandidaten der PT forderten.
Im ersten Verfahren wird behauptet, dass Haddad eine „Fabrikation von Fake News" betrieben habe, als er in einer Radiosendung behauptete, es habe eine Erhöhung der Wasserrechnung für die Einwohner von São Paulo um 6,11% gegeben. Die Verteidigung von Tarcísio argumentiert, dass das, was am 1. Januar geschah, lediglich eine inflatorische Anpassung über 16 Monate war, keine eigentliche Preiserhöhung, und dass „inflatorische Anpassung keine Preiserhöhung ist".
Das Team von Haddad hingegen behauptet, dass die angebliche Erhöhung in Interviews, Debatten und Internetveröffentlichungen umfassend ausgeschlachtet wurde, wobei das Thema als Argument gegen die Verwaltung des Gegners genutzt wird.




