Die Nachrichten, die nach der Aufhebung der Vertraulichkeit von Ermittlungen gegen die Banco Master und den ehemaligen Bankier Daniel Vorcaro ans Licht kamen, haben das Oberste Bundesgericht (STF) in eine beispiellose institutionelle Krise gestürzt. Diese Einschätzung stammt von Professor Rubens Glezer, Verfassungsrechtler an der FGV, im Interview mit CBN.
Glezer sagte, dass die Veröffentlichung des Inhalts das wesentliche Faktum des Falls sei und dass der Schaden bereits angerichtet sei, unabhängig von den nächsten Schritten der Ermittlung. Seiner Meinung nach reichen die bestehenden Regeln nicht aus, um vorherzusehen, wie das Gericht in einer Situation handeln soll, die Mitglieder des STF selbst, der Staatsanwaltschaft und der Bundespolizei betrifft.
Der FGV-Dozent kritisierte das Fehlen angemessener Regulierungsmechanismen. „Die Regeln und Präzedenzfälle, die wir dafür haben, reichen weder für die Vorhersehbarkeit noch zur Regulierung der Art von wilder Machtauseinandersetzung aus, die wir erleben", ergänzte Glezer und deutete an, dass die Macht alle Grenzen der Zivilität überschritten habe.
Bezüglich einer möglichen Untersuchung von Alexandre de Moraes durch das STF selbst erklärte Glezer laut Artikel, dass dies nicht unbedingt einer Genehmigung des Gerichts bedürfe, doch die Erläuterung der nächsten ermittlungstechnischen Schritte wurde im verfügbaren Abschnitt nicht abgeschlossen.




