Der Präsident des Obersten Bundesgerichtshofs, Edson Fachin, eröffnete die erste Sitzung des Gerichtshofs nach dem Skandal um die Enthüllung des Nachrichtenaustauschs zwischen Minister Alexandre de Moraes und Bankier Daniel Vorcaro, ohne auf die Krise hinzuweisen, die den STF ins Zentrum der Diskussionen stellte. Bislang hat keiner der Minister öffentlich Stellung zu dem Thema genommen.
Alexandre de Moraes ging bei seiner Ankunft am Gericht anders vor als üblich. Während die Minister normalerweise durch die Garage des Hauptsitzgebäudes eintreten, entschied sich Moraes dafür, den STF über das externe Vordach des Gebäudes zu erreichen, ein Weg, der nur bei großen Veranstaltungen und Zeremonien genutzt wird. Der Generalbundesanwalt der Republik, Paulo Gonet, legte denselben Weg wie der Minister zurück.
Das Büro von Minister André Mendonça bestätigte die Aussage von Vorcaro in dringender Form, obwohl die spezifischen Details dieser Aussage im Artikel nicht näher erläutert wurden. Die Sitzung umfasste auch die Vorlage eines positiven Gutachtens zur Abschaffung des 6x1-Arbeitsplans, mit Ablehnung von Änderungsanträgen zu diesem Thema.
Das Fehlen von Kommentaren der Minister steht im Kontrast zur Schwere der Situation, da die Enthüllung der angeblichen Nachrichtenaustausche zwischen Moraes und Vorcaro erhebliche Auswirkungen hatte und das Gericht in eine heikle Position gegenüber der öffentlichen Meinung brachte.




