Der Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten des Europäischen Parlaments hat mit 41 Stimmen dafür, 12 dagegen und vier Enthaltungen eine Reihe von Empfehlungen für eine neue europäische Gesetzgebung gebilligt, die Mindestanforderungen zur Verhütung, Beseitigung oder Verringerung psychosozialer arbeitsbedingter Risiken festlegt, einschließlich berufsbedingtem Stress, Burnout, Belästigung und Gewalt. Die Berichterstatterin des Berichts ist die belgische Europaabgeordnete Estelle Ceulemans, die der Auffassung war, dass das Dokument einen Schritt nach vorn in der Reaktion auf diese Probleme darstellt, die in ganz Europa zunehmen und durch die zunehmende Nutzung digitaler Technologien und künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz verschärft werden.
Die EU-Abgeordneten fordern verbindliche Verpflichtungen für Arbeitgeber, die psychische und körperliche Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen und sichere und würdige Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Sie wollen, dass die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten ausdrücklich anerkennen, dass psychosoziale Arbeitsrisiken zu Berufskrankheiten führen können. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation, die vom Europäischen Parlament zitiert werden, sterben jährlich mehr als 840.000 Menschen an gesundheitlichen Problemen, die mit psychosozialen Risiken verbunden sind, wobei die jährlichen Kosten für arbeitsbedingte Depressionen in der EU auf 100 Milliarden Euro geschätzt




