Fernando Haddad, Kandidat der PT für die Präsidentschaft, befand sich bei einem Wahlkampftermin in Santos an der Südküste von São Paulo, als er zur fehlenden Stellungnahme von Präsident Lula angesichts der neuen Entwicklungen im Fall Banco Master befragt wurde. Der ehemalige Präsident Lula ist der einzige Präsidentschaftskandidat, der sich noch nicht öffentlich zum Fall geäußert hat.
Ohne direkt auf Lulas Schweigen einzugehen, sprach sich Haddad dafür aus, dass Informationen ohne Selektivität veröffentlicht werden. Er erklärte, dass Sperren für verschiedene Verfahren aufgehoben werden, und fragte, warum das Verfahren von Flávio Bolsonaro weiterhin unter Verschluss bleibt, da seiner Meinung nach alle öffentlich bloßgestellt werden.
Haddad sprach sich außerdem erneut für die Aufhebung der Sperre der Operation Dark Horse aus, die ein angebliches Schema zum Verkauf von Gerichtsentscheidungen untersuchte. Der PT-Kandidat sagte, wenn man schon exponieren wolle, dann müsse man alles exponieren, ohne Selektivität.
Weitere in der Krise erwähnte Politiker sind Alexandre de Moraes vom STF, Daniel Vorcaro, Eigentümer der Banco Master, und Mendonça, dessen Treffen mit Vorcaro von Flávio Bolsonaro als „professionell" bezeichnet wurden, der erneut die Amtsenthebung von Moraes beantragte.




