Das Oberste Bundesgericht (STF) hielt am Mittwoch seine erste Vollversammlung nach der Veröffentlichung eines Berichts der Bundespolizei ab, der die zwischen dem Bankier Daniel Vorcaro und Minister Alexandre de Moraes ausgetauschten Nachrichten detailliert beschreibt und die internen Spannungen im Gericht verschärfte.
Das Dokument wurde auf Anordnung von Minister André Mendonça, Berichterstatter der Ermittlungen zum Master-Fall, erstellt und enthält Dialoge, die auch Referenzen an den Generalbundesanwalt der Republik, Paulo Gonet, und den Generaldirektor der PF, Andrei Rodrigues, umfassen.
An der Sitzung nahmen neben Mendonça und Moraes der Präsident des Gerichts, Edson Fachin, sowie die Minister Gilmar Mendes, Cristiano Zanin, Dias Toffoli, Flávio Dino, Nunes Marques und Cármen Lúcia teil.
Obwohl der Fall nicht auf der Tagesordnung des Plenums stand, vertieften die Enthüllungen über die Nachrichten von Vorcaro die internen Meinungsverschiedenheiten über die Führung der Ermittlungen und stellten die Spannungen zwischen den Ministern des STF erneut in den Vordergrund.




