Ein technisches Treffen, das am 2. September in Vila Viçosa stattfand, markierte die Wiederaufnahme des Erhaltungsprozesses und die eventuelle Klassifizierung archäologischer Überreste, die im Inneren eines Marmorsteinbruchs der Gemeinde identifiziert wurden. Das Treffen, das vom Studienzentrum CECHAP organisiert wurde, vereinte verschiedene Einrichtungen aus den Bereichen Kulturerbe, Archäologie, Geologie und regionale Entwicklung, darunter den Vizepräsidenten der CCDR Alentejo, Techniker der Generaldirektion für Energie und Geologie, Archäologen der Universität Évora sowie Vertreter der Gemeindeverwaltung von Vila Viçosa.
Carlos Filipe, in Vertretung des CECHAP, klassifizierte den Standort als einen archäologischen Raum aus der Römerzeit, der im nationalen Maßstab und auf der Iberischen Halbinsel einzigartig ist. Der Verantwortliche erinnerte daran, dass die Sorge um die Erhaltung dieses Erbes nicht neu ist, und betonte, dass vor etwa einem Jahrzehnt eine Lösung für dessen Klassifizierung gesucht worden war, ohne dass der Prozess damals vorangetrieben worden wäre.
Eine der wichtigsten diskutierten Fragen war die Notwendigkeit, ein Gleichgewicht zwischen der Erhaltung der archäologischen Überreste, der industriellen Tätigkeit des Steinbruchs und einer eventuellen touristischen Aufwertung des Raumes zu finden. Carlos Filipe vertrat die Ansicht, dass der Schutz voranschreiten sollte, ohne Konflikte mit der Industrie zu schaffen, und anerkannte die grundlegende Rolle der Industriellen in der Region, während er an ihre Sensibilität appellierte, das zu akzeptieren, was erhalten werden kann.
Der Prozess tritt nun in eine neue Phase ein, in der jede Einrichtung innerhalb ihrer Zuständigkeiten die bestehenden Möglichkeiten für eine gemeinsame Lösung analysiert. Die eventuelle Integration des Steinbruchs in die Marmorroute wurde als ein späterer Schritt genannt, wobei in einem ersten Moment die Erhaltung der archäologischen Überreste gesichert werden muss, bevor an touristische Besichtigung gedacht wird.




