Die Ukraine und Deutschland verhandeln derzeit über ein gemeinsames Abkommen zur Entwicklung verschiedener Drohnentypen und Luftverteidigungstechnologien. Dies teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz mit. Nach Angaben Selenskyjs finalisieren die technischen Teams bereits den Text des Abkommens, das eine Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern im Bereich der Verteidigungstechnologie vorsieht.
Zu den Entwicklungsprogrammen gehört eine Bestellung von 15.000 Strila-Abfangjägern, autonome Systeme, die vom deutschen Unternehmen Quantum Systems entwickelt wurden, um russische Shahed-Angriffsdrohnen zu bekämpfen. Im April kündigten Quantum Systems und das ukrainische Unternehmen WIY Drones die Gründung der Quantum WIY Industries an, ein Joint Venture, das sich auf die Erhöhung der Produktion unbemannter Abfangsysteme und Software zur Luftverteidigung konzentriert.
Deutschland finanziert darüber hinaus die Beschaffung von 50.000 Shrike-Angriffsdrohnen des ukrainischen Unternehmens SkyFall. Es handelt sich dabei um einen der größten bekannten Käufe ukrainischer Drohnen durch eine westliche Regierung. Selenskyj und Merz erörterten zudem neue deutsche Unterstützung für die Luftverteidigung der Ukraine sowie die Möglichkeit eines persönlichen Treffens, in einem Gespräch, das von dem Drohnenangriff mit Sprengstoff überschattet wurde, der dem russischen Militär am Flughafen Leipzig zugeschrieben wurde.




