Jerusalem: Lateinischer Patriarch schafft interreligiöses Forum, um die durch Gewalt „vergiftete" Sprache einzudämmenFoto von Luis Quintero auf Pexels
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Jerusalem: Lateinischer Patriarch schafft interreligiöses Forum, um die durch Gewalt „vergiftete" Sprache einzudämmen

Agência ECCLESIA2. September 2026 um 16:02

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, wird am 7. September das internationale Forum „Within Your Gates" (Innerhalb deiner Tore) ins Leben rufen, eine Forschungsinitiative zur Wiederbelebung der universalen Berufung der Stadt. Das Projekt wird in Partnerschaft mit dem akademischen Zentrum der University of Notre Dame in Jerusalem entwickelt und wird Experten verschiedener Religionen zusammenbringen, um über eine bessere Zukunft für alle Bewohner des Heiligen Landes nachzudenken.

In einem offenen Brief anlässlich der Einführung warnt Kardinal Pizzaballa, dass die Gewalt, die die Region heimsuchte, „mehr als nur Leben und Häuser zerstört" hat, und „die Sprache selbst vergiftet" hat. Der katholische Verantwortliche beklagt die tägliche Entleerung von Worten wie „Frieden", „Koexistenz" und „Dialog" und warnt, dass wenn die Sprache versagt, Stille folgt, und in dieser Stille die Gewalt ihre brutale Sprache herausschreit.

Die Plattform für angewandte Forschung wird vom Forscher Daniel Schwake geleitet und versteht sich als unabhängige Struktur von den kirchlichen Institutionen, obwohl sie auf einem glaubensbasierten Fundament ruht. Die Türen des Projekts stehen Muslimen, Juden, Christen und Nichtgläubigen offen, und berufen Theologen, Politikwissenschaftler, Historiker und Architekten, um über die konkreten Probleme des Alltags nachzudenken.

Der italienische Kardinal betont, dass die Tore Jerusalems „nicht zur Verteidigung gebaut" wurden, sondern um eine gastfreundliche Lebensweise zu etablieren, die auf den „Fremden und Pilger" ausgerichtet ist. Er lehnt die Idee ab, dass die kulturelle und religiöse Komplexität der Stadt ein Hindernis darstellt, und vertritt, dass „es hier kein Monopol gibt; wir alle gehören zu Jerusalem". Die irdische Mission Jerusalems, so schließt der Lateinische Patriarch, besteht darin, sich als „Bild und Spiegel" der universellen Versöhnung zu präsentieren, die „Gott für die gesamte menschliche Familie wünscht".

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