Gracindo Jr. starb am Mittwoch im Alter von 83 Jahren in Rio de Janeiro. Er war einer der vielseitigsten Künstler Brasiliens, mit einer über 60-jährigen Karriere, in der er sowohl vor als auch hinter der Kamera bei verschiedenen Sendeanstalten arbeitete, und widmete sich zudem dem Theater und dem Kino.
Als Teil des Gründungsensembles von TV Globo, dessen offizielle Ausstrahlungen im April 1965 begannen, war Gracindo Jr. bereits seit Dezember 1964 bei dem Sender unter Vertrag. Zuvor hatte er 1961 sein Theaterdebüt in dem Stück „A escada" von Oswald de Andrade gegeben. Er war der Sohn von Paulo Gracindo, ebenfalls eine wichtige Persönlichkeit der brasilianischen Darstellenden Künste.
In den Telenovelas der ersten Phase von TV Globo war Gracindo Jr. in „Rosinha do sobrado" (1965) und „Padre Tião" (1966) zu sehen, beide von Moisés Weltman geschrieben. In „Os ossos do Barão" (1973) von Jorge Andrade trat er gemeinsam mit seinem Vater auf, was sich in „O Bem-Amado" wiederholte, ein Werk von Dias Gomes, das im selben Jahr ausgestrahlt wurde und in dem Paulo den Bürgermeister der fiktiven Stadt Sucupira spielte.




