Die 83. Ausgabe des Filmfestivals von Venedig begann mit nur zwei von Frauen inszenierten Filmen im Wettbewerb, was bereits vor Veranstaltungsbeginn Kritik hervorrief. Das Fehlen weiblicher Vertretung in der offiziellen Auswahl warf erneut Fragen zur Filmindustrie auf.
Maggie Gyllenhaal, Schauspielerin und Regisseurin, leitet die Jury dieser Ausgabe und äußerte öffentlich ihre Unzufriedenheit mit dem System. Die Darstellerin hinterfragte, wer die Macht hat, zu entscheiden, was „gut" im Kino ist, und deutete an, dass die Auswahlkriterien möglicherweise weit von Unparteilichkeit entfernt sind.
Das Festival war bereits vor seinem Beginn kritisiert worden, gerade wegen der geringen Präsenz von Frauen unter den Wettbewerbern. Diese Situation spiegelt eine breitere Debatte über die Notwendigkeit einer größeren Vielfalt in der siebten Kunst wider.
Gyllenhaal, die auch Regisseurin ist, fiel auf, weil sie diese Fragen direkt ansprach und ihre Besorgnis über die Art und Weise zeigte, wie Entscheidungen in der Filmwelt getroffen werden.




