Vila Viçosa beherbergte am 2. September ein technisches Treffen zur Aufwertung der in einem Marmorsteinbruch der Gemeinde entdeckten archäologischen Überreste, wo es Belege für eine Ausbeutung aus der Römerzeit gibt. Das Treffen fand im Cineteatro Florbela Espanca statt und zählte mit der Teilnahme von Vertretern der Gemeinde Vila Viçosa, der CCDR Alentejo, der Generaldirektion für Energie und Geologie (DGEG), des CECHAP und der Universität Évora. Teresa Rita Pereira, Hilfsforscherin der DGEG, teilte mit, dass sich der Prozess noch in einer frühen Phase befindet, die auf die Erfassung und Anerkennung der archäologischen Überreste ausgerichtet ist.
Die Verantwortliche der DGEG betonte, dass der Ort aus der Sicht der Kulturlandschaft und des industriellen Tourismus ein hohes Potenzial aufweist, wies jedoch darauf hin, dass eine mögliche Öffnung für die Öffentlichkeit spezifische Sicherheitsbedingungen einhalten muss. „Ein Steinbruch ist ein Bereich, in dem man auf alles achten muss, was uns umgibt", erklärte sie und betonte, dass ein Steinbruch nicht die gleichen Bedingungen wie eine traditionelle archäologische Stätte erfüllt und dass eine Öffnung für die Öffentlichkeit nicht ohne die Gewährleistung aller Sicherheits- und Genehmigungsnormen und -verfahren erfolgen kann.
Gemäß Teresa Rita Pereira gibt es am Ort verschiedene Belege für eine Ausbeutung in der Römerzeit, und es wurde bereits wissenschaftliche Arbeit zu diesem Thema geleistet, insbesondere die Doktorarbeit von Professor André Carneiro, der ebenfalls an dem Treffen teilnahm. Das Treffen diente auch dazu, die historische Bedeutung der Marmorgewinnung in Vila Viçosa zu bekräftigen, die nach Angaben der Forscherin „Jahrtausende der Existenz" hat und dem Gebiet eine sehr relevante wirtschaftliche und kulturelle Dimension verleiht.
Nach dem Treffen besichtigten die Teilnehmer den Steinbruch, um vor Ort die identifizierten archäologischen Belege zu betrachten. Die DGEG teilte außerdem mit, dass die Integration dieses Raums in die vom CECHAP entwickelte Marmorroute und in das Netzwerk der Minen und Punkte geologisches und Bergbauinteresse Portugals geprüft wird. Jede Entscheidung wird jedoch vom Dialog mit den Eigentümern und den Inhabern der Abbaurechte abhängen, da der Steinbruch möglicherweise wieder ausgebeutet werden könnte. Die Aufwertung der Überreste muss somit mit den bestehenden Rechten und der Tätigkeit der extraktiven Industrie in Einklang gebracht werden.




